Jugendfeuerwehr besucht Holiday Park

Am Samstag den 24.Juni.2017 besuchte die Jugendfeuerwehr den Holiday Park in Haßloch. Mit 14 Personen machten wir uns bereits um halb acht auf den Weg. Bei strahlend blauem Himmel und warmen Temperaturen wurde keine Attraktion des Parkes ausgelassen, bevor gegen 18 Uhr wieder die Heimreise angetreten wurde und ein aufregender Tag zu Ende ging. Bilder dazu findet ihr in unserer Galerie.

Übung: Wald am Falltorhaus „in Flammen“

Mithilfe zweier Güllefässer und einer Schlauchzuleitung aus einem nahen Teich wurden die provisorischen Löschwasserbehälter gefüllt. Foto: WeilÜBUNG Einsatzkräfte von sechs Feuerwehren proben den Ernstfall / Auch Güllefässer als Wassertanks im Einsatz

EINARTSHAUSEN – (sw). Das Szenario war gut gewählt. Bedingt durch länger werdende Trockenphasen, wie zuletzt in diesem April, steigt auch das Waldbrandrisiko. Grund genug, diesem Aspekt aus Sicht des Brandschutzes eine Großübung zu widmen.

Die Feuerwehr aus Einartshausen unter Leitung von Wehrführer Oliver Jochim hatte mit den Einsatzkräften aus Rainrod, Schotten, Betzenrod und Götzen sowie der benachbarten Wehr aus Stornfels fünf Brandschützerteams zum Proben des Ernstfalls eingeladen. Einsatztort war das Areal am Falltorhaus. Zwischen den bei vielen Motorradfahrern beliebten Ausflugsziel und der Bundesstraße 276 mit ihrer scharfen Rechtskurve „brannte der Wald lichterloh“, als die Einsatzkräfte eintrafen. „Wichtigste Frage bei Einsätzen im Gelände ist zunächst, wo das Löschwasser herkommt“, sagte Stadtbrandinspektor Artur Ruppel.

In die Planung waren mehrere Wasserreservoire eingebunden. Direkt zur Verfügung stand das große Tanklöschfahrzeug (TLF) der Schottener Feuerwehr mit seinem 3000 Liter fassenden Löschwassertank. In der Nähe des Falltorhauses befindet sich – hinter Bäumen versteckt – ein Teich. Von hier wurde Wasser mit einer Tragkraftspritze über eine lange Schlauchleitung zur Einsatzzentrale auf einem kleinen Waldparkplatz am Rande der Bundesstraße gepumpt. Inzwischen hatten zwei Teams jeweils ein mobiles Wasserbehältnis aus Leitern und einer großen Plastikplane aufgebaut. Hierin wurde das Teichwasser gesammelt wie auch das Nass aus zwei jeweils 2200 Liter fassende Güllefässern, die im Pendelverkehr in Einartshausen gefüllt und mit Traktoren zur Einsatzstelle gebracht wurden.

Aus den beiden provisorischen Becken wurde das Wasser mit Tragkraftspritzen in eine lange Schlauchleitung entlang der „Brandstelle“ gepumpt. Aus dieser zentralen Leitung zweigten weitere Schläuche mit Strahlrohren ab. Zusammen mit der direkten Wasserzuführung aus dem TLF waren so neun Zweiertrupps zur unmittelbaren „Brandbekämpfung“ im Einsatz. Zunächst schossen durch die C-Rohre insgesamt 900 Liter Wasser pro Minute. Danach wurde die die Kapazität der Rohre verdoppelt, sodass insgesamt 1800 Liter aus allen neun Rohren innerhalb 60 Sekunden abgegeben wurden. „Dies war nur möglich mit dem Puffer aus dem Teichwasser und dem Wasser aus den Güllefässern“, so Oliver Jochim.

Auch die Wiederbefüllung des Tanklöschfahrzeuges wurde getestet. Das Nachfüllen in Schotten an der Gesamtschule dauerte zwölf Minuten, der gleiche Vorgang in Einartshausen drei Minuten länger. „Der Hydrant an der Schule hat eine größere Leitung“, klärte Oliver Petermann von der Schottener Feuerwehr auf. „Wäre kein Teich in der Nähe gewesen, hätte wir unbedingt mehr Fahrzeuge einsetzen müssen, um eine konstante Löschwasserversorgung vor Ort zu haben“, zog Wehrführer Jochim ein Fazit der Übung.

In der anschließenden Abschlussbesprechung wurde die Verkehrsabsicherung auf der Bundesstraße durch zwei Teams mit Mannschaftswagen positiv hervorgehoben. Einig waren sich alle Beteiligte, dass noch mehr mit den neuen Digitalfunkgeräten geübt werden müsse.

 
Quelle: Wald am Falltorhaus „in Flammen“ (Kreis-Anzeiger, 18.05.2017)
Foto: Weil
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Aufbruch zum Schnuchelsee

Letzten Samstag machte sich eine kleine Truppe der Einsatzabteilung auf den Weg zum schönen „Schnuchelsee“. Der Hinweg erstreckte sich über rund 10 km. Am See angekommen warteten bereits fleißige Helfer welche die Wanderer mit leckerem Grillgut, kalten Getränken und selbst gebackenem Kuchen begrüßten.

Nach ein paar schönen Stunden am See wurde der Rückweg angetreten. Mit müden Knochen und heiß gelaufenen Wanderschuhen kam die Wandertruppe nach insgesamt 21 km in Rainrod an. Ein schöner und anstrengender Tag ging zu Ende.

Jahreshauptversammlung der Großgemeinde Schotten – „In jedem Stadtteil eine Feuerwehr“

FAZIT Bürgermeisterin bekennt sich zu flächendeckender Organisation / Teilweise Problem bei der Tagesalarmbereitschaft

SCHOTTEN – (sw). Auf der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Schottener Großgemeinde bekannte sich Bürgermeisterin Susanne Schaab zu einer flächendeckenden Organisation. „In jedem Stadtteil eine aktive Feuerwehr zu haben, ist das bessere Modell als Zusammenschlüsse“, so die Verwaltungschefin und oberste Dienstherrin aller Schottener Brandschützer. Lobenswert und richtungsweisend sei die Nachwuchsförderung. Stadtjugendfeuerwehrwart Thomas Kromm konnte vermelden, dass mit der Gründung einer Jugendgruppe in Busenborn nun alle Stadtteile über eine Nachwuchsorganisation verfügen.

Für die Bürgermeisterin haben Feuerwehren in den Stadtteilen einen großen Vorteil für die Nachwuchsgewinnung. „Eine Organisation im eigenen Dorf gibt der Feuerwehr ein Gesicht. Das wirkt auf Kinder und Jugendliche motivierend.“ Schaab meinte vor den versammelten rund 130 Feuerwehrleuten weiter, auch Erwachsene seien als „Nachwuchs“ für die Feuerwehren ein Thema. „Die Stadt Schotten hat einen positiven Zuwanderungssaldo“, so Schaab mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung. Die aktuelle Personalstärke der Feuerwehren mit mehr als 520 Einsatzkräften gebe Anlass, „optimistisch nach vorne zu schauen“, was auch Landrat Manfred Görig zu einer positiven Einschätzung bewegte.

„2016 wäre eigentlich ein ruhiges Jahr gewesen, hätte es nicht die Hochwasser- und Schlammfluten in Sichenhausen gegeben“, bilanzierte Stadtbrandinspektor Artur Ruppel. Sechs Mal wurden die Einsatzkräfte aus zeitweise fünf Wehren gefordert. Elf Brände sowie 35 Technische Hilfeleistungen und Allgemeine Hilfen listete der Stadtbrandinspektor auf, dazu noch 20 Fehl- beziehungsweise böswillige Alarme. Die 66 Einsätze bedeuteten gegenüber 2015 einen Rückgang um 19,5 Prozent und gegenüber 2014 um 30,5 Prozent. Zwei Unfallopfern konnte aus einer lebensbedrohlichen Notlage geholfen werden.

Kritisches hatte Ruppel zu den Tagesalarmstärken in den Stadtteilen zu vermelden. Diese seien nur teilweise gesichert. Er empfahl, die Zusammenarbeit mit anderen Wehren zu suchen. Die Tagesalarmsicherheit in der Kernstadt werde unter der Woche durch zahlreiche in der Stadtverwaltung beschäftigte Feuerwehrleute gesichert.

Bei der Alarmbereitschaft müsse die beruflich bedingte Abwesenheit vieler Feuerwehrleute berücksichtigt werden. Im kommenden Jahrzehnt müssten zudem ein Viertel der Aktiven aus Altersgründen ersetzt werden, betonte Ruppel. „Die Feuerwehr muss sich für jüngere Leute attraktiver machen“, forderte er.

Für den bei Brandeinsätzen unverzichtbaren Bereich des Atemschutzes vermeldete Ruppel zwar einen leichten Rückgang von verfügbaren Kräften, mit 95 Geräteträgern sei die Großgemeinde aber trotzdem gut aufgestellt.

2016 wurde der Feuerwehrbetrieb in der Großgemeinde vom städtischen Etat mit knapp 360 000 Euro bezuschusst, wie Ruppel weiter berichtete. „Dies entspricht einem Betrag von 33,31 Euro für die Sicherheit jedes einzelnen Einwohners, fast genau so viel, wie für die städtischen Vertretungsorgane aufgewendet wird.“ In diesem Zusammenhang erwähnte Ruppel auch die finanzielle Förderung, die die Feuerwehrvereine selbst leisten sowie zahlreiche Eigenleistungen zur Instandhaltung oder Verbesserung der Brandschutzinfrastruktur in der Großgemeinde. Stellvertretend nannte er den Anbau an das Feuerwehrhaus in Breungeshain und die Sanierung der Fahrzeughalle in Rainrod. An den Leistungsübungen des Vogelsbergkreises hatte eine gemeinsame Wettkampfgruppe aus Rudingshain und Eschenrod teilgenommen. Ein toller Erfolg sei die erstmalige Qualifizierung einer Schottener Nachwuchsmannschaft am hessischen Landesentscheid gewesen. Beim Finale in Hungen hatten die Mädchen der Jugendfeuerwehr Burkhards/Kaulstoß den fünften Platz belegt.

Ruppel erwähnte noch die seit 19 Jahren durchgeführte Brandschutzerziehung in der Kindergärten. Neben den Jugendabteilungen seien in acht Stadtteilfeuerwehren auch Kindergruppen als sinnvoller Unterbau aktiv.

Höhepunkte im geselligen Teil des Feuerwehrjahres seien die Jubiläumsfeste in Eschenrod mit dem Stadtfeuerwehrtag sowie in Rainrod gewesen. Abschließend kündigte Ruppel den Stadtfeuerwehrtag für den 17. September in Einartshausen an.

Jugendfeuerwehrwart Thomas Kromm berichtete von einem leichten Zuwachs in den Nachwuchsorganisationen auf 172 Mitglieder. Er hob die Stadtmeisterschaften der Jugendteams in Rainrod hervor, die im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums der dortigen Jugendfeuerwehr sowie der Kreispokal-Wettkämpfen veranstaltet wurden. Lob für die Nachwuchsarbeit kam auch aus berufenem Mund: „Schotten hat die mit Abstand größte Kinder- und Jugendgruppe im Vogelsbergkreis“, stellte Kreisjugendwart Jörg Blankenburg fest.

Quelle: „In jedem Stadtteil eine Feuerwehr“ (Kreis-Anzeiger, 04.04.2017)